Ups, schon wieder die Tage verpennt .. im wahrsten Sinne des Wortes, ich habe noch nie so oft und lange geschlafen wie in letzter Zeit. Schlafen ist irgendwie die beste Kurzzeit-Methode um dem Alltag zu entkommen (langfristig gesehen würden wohl nur Suizid oder Auswandern in die Wildnis helfen...wobei Letzteres nicht ungarantiert zum Tod führen würde). Vielleicht liegts auch daran dass ich seit ca. ner Woche kein Koffein mehr hatte und regelrecht weggepennt bin.
Was ist also passiert? Ich schätze, es ist keine Neuigkeit, dass mein Leben nicht soo spannend ist, dass ich ein Buch drüber schreiben könnte. Trotzdem erzähl ich jetzt einfach mal von einigen "Vorfällen", tue so, als würde es jemanden interessieren, als würde es jemand überhaupt durchlesen.
Also: Hi, imaginärer Leser, jetzt kommen kleine Anekdoten aus meinem Leben!
Vor einigen Tagen ist ein kleiner oder eher großer "Kindheitstraum" in Erfüllung gegangen: Ich habe einen echten CocaCola Weihnachtstruck gesehen - und nicht nur das! - Ich habe ihn sogar berührt! Aufgrund meiner nahezu-Zwangsneurose habe ich das im Nachhinein innerlich bereut, da ich Kaffee getrunken habe und mit den "dreckigen" Händen diesen und den Kaffeekeks berühren musste. Naja, ich lebe noch.
Man muss schon sagen, selbst wenn ich alles andere als ein CocaCola Fan bin, finde ich die Trucks echt super und auch in Realität sehen die echt klasse aus. Und - was ziemlich überraschend war - der Truck war nicht in Mannheim, nein, nicht in Heidelberg und auch nicht in Ludwigshafen .. aber in meinem 25.000-Einwohner-Kaff. Nicht schlecht, irgendwie.
Das war also die eine unheimlich spannende Geschichte. Was war noch? Ah, Weihnachten, heute. Eigentlich sollte ich das ja verschweigen, weil dieser Post eigentlich irgendwann am Wochenende rauskommen sollte und Weihnachten (streng genommen Heiligabend) dieses Jahr an einem Dienstag ist. Egal, eigentlich sollte ich ganz Weihnachten verschweigen, gelinde gesagt: Ich kann das Scheißfest nicht ausstehen. Okay, von Weihnachtsdeko aller Art bin ich so verdammt angetan aber das Fest an sich würde ich am liebsten.. ach keine Ahnung was, mir fällt nichtmal ein passendes Verb ein. Aufjeden Fall ist Weihnachten bei uns jedes Jahr eine totale Drama-Trägodie und ich will gar nicht so wirklich drüber schreiben.
Ansonsten gibt es nur noch von einem kleinen Nacht(gilt 21 Uhr als nacht?)spaziergang zu berichten. Nichts sonderlich interessantes, aber irgendwie war das ein Erlebnis der etwas anderen Art. Ich hätte zwar kein Buch mitnehmen müssen oder sollen, da ich sowieso nicht ruhig lesen konnte und mir auf der nassen Bank den Arsch abgefroren habe (was nicht wunderlich im Winter ist), aber an sich wars ganz nett. Wenn man so durch die Straßen läuft (ich lief bevorzugt genau in der Mitte, auf einer kleinen Erniedrigung der Pflaster) wird einem irgendwie so einiges klar. Man denkt über sein Leben nach und denkt daran, dass gerade wohl etwas nicht so super läuft, wenn man sich selbst um die Uhrzeit im Nachbarort ziellos rumlaufen sieht. Ich möchte jetzt aber gar nicht auf Poet tun. Fest steht, dass man bei klarer Luft, Dunkelheit und der Abwesenheit anderer Menschen am besten nachdenken kann. Ich kam zwar nur zu dem Schluss, dass ich irgendetwas ändern müsse, nur fiel mir nicht ein was. Klasse, oder? Immerhin lebe ich noch, ich gebe es zwar nicht gerne zu, aber als ich mitten auf einem riesigen verlassenen Spielplatz saß, umgeben von Bäumen und ein paar Häusern, habe ich mich paranoid beim Lesen das ein oder andere mal umgedreht. Man ist wohl doch nicht so furchtlos, wie man es gerne hätte.
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